Karpfen Angeln

Karpfen Angeln

Carp

Beim Karpfen handelt es sich generell um einen der kampfstärksten Fische, die in heimischen Gewässern unterwegs sind. Zum Fangen des Fisches gibt es unterschiedliche Methoden sowie Köder. Das Karpfenangeln lässt sich nicht mit wenigen Worten beschreiben, da taktische Überlegung sowie die richtige Ausführung unter anderem eine wichtige Rolle spielen. Manche Angler sitzen tagelang am Angelsee und bekommen keinen Fisch an den Haken. Der Erfolg hängt stark von Technik und Equipment ab. Worauf genau es beim Karpfenangeln ankommt, wird im folgenden Artikel erwähnt.

Welche Karpfenarten gibt es?

Bevor es an das eigentliche Angeln geht, müssen zunächst die Karpfenarten unterschieden werden. Jeder erfahrene Angler weiß, dass es davon unterschiedliche Arten gibt. In heimischen Gewässern kommen vor allem Schuppen- und Spiegelkrapfen vor. Zum besseren Verständnis eine kurze Übersicht über die unterschiedlichen Arten mit Merkmalen.

Schuppenkarpfen

Der Schuppenkarpfen ist dem Wildkarpfen sehr ähnlich. Der ganze Körper ist mit Schuppen übersät. Die Schuppen sind regelmäßig am Körper des Fisches angeordnet. Zudem ist der Schuppenkarpfen hochrückiger. In Deutschland wurden schon viele dieser Art aus dem Teich gefischt. Der schwerste seiner Art wog um die 38 Kilogramm. In heimischen Gewässern sind Schuppenkrapfen über 10 Kilogramm ein voller Erfolg.

Zusammenfassung:

-> Schuppen sind über den ganzen Körper verteilt (regelmäßige Anordnung)

-> spindelförmige und hochrückige Zuchtformen

-> wächst sehr schnell

Spiegelkarpfen

Der Spiegelkarpfen besitzt am Rücken entlang eine Schuppenreihe. Am restlichen Körper sind Schuppen jedoch eine Seltenheit. Oft finden sich am Schwanzansatz oder den Flossenansätzen weitere Schuppen. Spiegelkarpfen können von allen Karpfenarten das höchste Gewicht erreichen. Deswegen ist der Fisch auch so beliebt auf Speisekarten.

Zusammenfassung:

-> Schuppen befinden sich am Rücken

-> wächst sehr schnell

-> vereinzelte Schuppen an den Ansätzen der Flossen

-> hochrückiger Rumpf

Wildkrapfen

Beim Wildkarpfen handelt es sich um die Urform aller Karpfenarten. Ähnlich wie der Schuppenkarpfen besitzt er an jeder Stelle seines Körpers Schuppen. Allerdings sind diese unregelmäßig angeordnet. Der Fisch gilt als flach und spindelförmig. Außerdem ist die Krapfenart bekannt für seine Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, welches den Vitaminen im Inneren des Fisches zu verdanken sind. Heutzutage ist der Wildkarpfen eher selten anzutreffen. Nichtsdestotrotz versuchen engagierte Angler und Naturschützer die Art vor dem Aussterben zu beschützen.

Zusammenfassung:

-> Schuppen am ganzen Körper (unregelmäßig angeordnet)

-> äußerst widerstandsfähig

-> spindelförmiger Rumpf

Zeilkarpfen

Der Zeilkarpfen besitzt eine Reihe an Schuppen entlang der seitlichen Organe. Ab und zu findet man Fische mit einer Doppelreihe kleiner Schuppen am Rücken. Er wächst viel langsamer und bekommt weniger Gewicht auf die Waage.

Zusammenfassung:

-> Schuppen entlang der seitlichen Organe

-> wächst langsamer

-> empfindlich gegen Krankheiten.

Welche Methode beim Karpfenangeln?

Beim Angeln können unterschiedliche Methoden genutzt werden, um den Fisch einzufangen. Die wohl einfachste und effektivste Methode ist dabei die Grundangelmethode. Hier wird lediglich eine Angel, eine Schnur, etwas Blei und ein Haken benötigt. Der Name kommt daher, da der Köder sich durch das Blei am Grund des Gewässers befindet. Insbesondere bei stärkerem Wind lassen sich die Vorteile erkennen. Auch strömungsreiche Gewässer sind ein guter Einsatzort für die Grundangelmethode. Der Köder bleibt aufgrund des Bleis immer an der gleichen Stelle des Grundes liegen. Beim Angeln muss man generell viel auf seine Pose achten. Dieser Punkt fällt beim Angeln mit Blei weg.

Warum am Grund angeln?

Vor allem unerfahrene Fische wissen nicht genau, wo sie ihren Köder auslegen sollen. Da sich 90 Prozent der Karpfen am Grund des Gewässers bewegen, ist die Frage schnell geklärt. Karpfenfische sind auch unter dem Namen Wasserschweine bekannt, da sie fast alles fressen. Sie wühlen gerne in Schlamm und füllen sich am Boden des Gewässers wohl. Auch die Futtersuche findet am Grund des Bodens statt. Dazu gehören zum Beispiel Schnecken, Wärmer oder andere natürliche Tiere. Diese halten sich hauptsächlich am Untergrund auf. Deswegen macht es Sinn seinen Köder am Grund des Bodens auszulegen.

Welche Jahreszeit, um Karfpenangeln zu gehen?

Nicht jede Jahreszeit ist geeignet, um einen Karpfenfisch zu angeln. Die vier Jahreszeiten gehen auch bei Fischen nicht spurlos vorbei. Die Temperatur hat großen Einfluss auf deren Bewegungs- und Fressverhalten.

Winter

Die wohl schlechteste Zeit zum Angeln ist der Winter. Dort bewegt sich die Wassertemperatur unter 2 Grad. Deswegen reduzieren die Karpfenfische ihre Körperfunktionen auf ein Minimum. Am unteren Grund des Bodens herrscht die höchste Temperatur und genau dort befinden sich die Fische. Strömungen sind am unteren Bereich des Bodens kaum vorhanden. Die Fische versuchen sich so wenig wie möglich zu bewegen und essen auch weniger. Somit ist es relativ schwer sie mit einem Köder zu locken.

Frühling

Sobald das Wasser wärmer wird, beginnen die ersten Fische zu erwachen. Die Karpfenfische erwachen aus ihrer Winterträgheit und bekommen neuen Lebensgeist verliehen. Vor allem an Sonnenstunden wollen sich die Fische an der Sonne erwärmen. Dieser Zeitpunkt sollte nicht verpasst werden. Mit dem richtigen Köder lassen sich auch im Frühjahr erste Karpfenfische fangen.

Sommer

Die Hauptsaison fürs Karpfenfische findet im Sommer statt. Die Temperaturen im Wasser bewegen sich meist zwischen 18 und 22 Grad. An diesen Tagen sind die Karpfenfische in Strömen unterwegs auf der Suche nach einer geeigneten Nahrung. Im Sommer lässt es sich an Sandbänken oder Kanten gut angeln. Gut geeignet sind hier Boilies, sogenannte runde Köder.

Herbst

Noch besser als im Sommer lässt es sich im Herbst angeln. Die innere Uhr der Karpfenfische steht auf Wintermodus. Demzufolge versuchen sie noch so viel wie möglich an Nahrung aufzunehmen wie möglich. Karpfenfische können im Herbst an nahezu jeder Stelle gefangen werden. Selbst größere Exemplare werden unvorsichtig, da sie unbedingt Nahrung benötigen.

Tipps und Tricks beim Angeln

Beim Angeln kann schon der kleinste Fehler entscheidend sein. Deswegen folgen nun hilfreiche Tipps und Tricks, damit die Chance auf einen Fang erhöht wird.

1) Vorbereitung der Angelstelle

Wer Karpfenfische angelt verbringt die meiste Zeit am Wasser. Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Nicht selten werden auch während der Nacht Fische genagelt. Ein passendes Zelt ist daher unvermeidbar. Eine Karpfenliege kann den Komfort erhöhen und zu mehr Ausdauer verhelfen. Zudem darf ein Angelschlafsack nicht fehlen. Da unterschiedliche Bereiche beangelt werden, kann sich ein passender Stuhl lohnen. Der ideale Ort zum Angeln sollte in der Nähe von kleineren Inseln liegen. Die Erfolgschance steigert sich enorm.

2) Ausrüstung

Ohne die passende Ausrüstung minimieren sich die Chancen auf einen lukrativen Fang. Beim Angeln werden oft verschiedene Karpfenruten benötigt. Die Karpfenrute sollte stets über eine durchgängige Aktion verfügen. Besonders bei größeren Exemplaren wird es leichter sie zu bändigen. Eine große Stationärrolle darf auf keinen Fall in der Ausrüstung fehlen.

3) Karpfenmontage

Karpfenfische sind nicht dumm und lernen mit Laufe der Zeit. Mit zunehmenden Druck lernen sie schnell wichtige Sachen hinzu. Deswegen muss auch bei der Karpfenmontage auf einiges geachtet werden. Die Grundmontage ist sehr gängig. Hier wird ein Köder über ein Haar mit dem Haken verbunden. Die Vorfachschnur liegt auf dem Grund des Bodens auf. Die Komponenten sollten in einer natürlichen Farbe sein, um die Fische zu täuschen. Beim Einsaugen des Köders wird meistens auch der Haken aufgenommen.

4) Auswurf

Beim Auswurf sollte die Anfütterstelle so gut wie möglich getroffen werden. Gut geeignet ist der Überkopfwurf. Beim Auswurf empfiehlt sich ein 45 Grad Winkel, um die Stelle genau zu treffen. Am Ende des Auswurfs Mithilfe des Zeigefingers die Schnur auf Spannung halten. Nur so liegt die Angelschnur gestreckt auf dem Wasser.

5) Anschlag

Beim Anbeißen des Fisches sollte ein Anschlag gesetzt werden. Das hat mehrere Vorteile. Das Problem beim Karpfenangeln ist, dass die Fische den Haken im Maul spüren. Deswegen kann es gut sein, dass sie ihn wieder ausspucken. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Anschlag, sofern der Biss erfolgt ist. Ein Anschlag ist nur kurz nach dem Biss möglich. Dabei wird beim Biss die Schnur ruckartig bewegt.

6) Drillen

Beim Drillen versucht der Karpfenfisch sich mit allen möglichen Mitteln vom Haken zu befreien. Plötzliche Richtungsänderungen lassen sich mit dem passenden Winkel abfedern. Der bewegt sich zwischen 4 und 90 Grad.

 

Fazit

Beim Karpfenangeln gibt es auf viele Punkte zu achten. Gerade Anfänger können schnell überfordert sein. Die beste Jahreszeit zum Angeln von Karpfen ist im Sommer und im Herbst. Aufgrund der warmen Temperaturen sind sie häufig auf der Suche nach Nahrung. Die richtige Vorbereitung und Ausrüstung darf nicht unterschätzt werden. Beim Angeln können mehrere Stunden vergehen. Ohne einen passenden Sitz vergeht die Lust auf Dauer. Mit Einhaltung der oben genannten Tipps sollte dem Fang nichts mehr im Weg stehen.

 

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